NVIDIA-Rivale Etched wird zum 5-Milliarden-Dollar-Unternehmen

Das Startup Etched, das gegen die Hegemonie von NVIDIA auf dem Markt für AI-Chips kämpft, hat über seine neuesten Erfolge berichtet. Das Unternehmen gab bekannt, dass die ersten von TSMC gefertigten Chips erfolgreich getestet wurden und bereits ein Auftragsportfolio von 1 Milliarde Dollar aufgebaut wurde. Dieser Indikator zeigt, dass das technologische Potenzial des jungen Unternehmens von Investoren und Großkunden hoch geschätzt wird. Dies berichtet Techcrunch.com Nachrichten berichtet.
Etched bezeichnet seine Produkte als „frontier inference clusters“. Dabei handelt es sich nicht nur um Chips, sondern um integrierte Systeme, die spezielle Server-Racks und Software umfassen. Das Unternehmen verspricht, dass diese Systeme den Antwortprozess von AI-Modellen (Inference) schneller, günstiger und energieeffizienter als die der Konkurrenz gestalten. Derzeit werden diese Systeme von ersten Kunden getestet.
Ein revolutionärer Ansatz im Inference-Prozess
Im Bereich der AI ist „Inference“ der Prozess, bei dem ein Modell eine Antwort generiert, nachdem ein Benutzer eine Anfrage gesendet hat. Derzeit stellt dieser Prozess die größten Kosten und technischen Hürden für AI-Unternehmen dar. Etched hat gerade deshalb großes Marktinteresse geweckt, weil es sich auf die Lösung dieses Problems konzentriert. Die Startup-Gründer Gavin Uberti und Robert Vachen verließen die Harvard University, um dieses Projekt zu gründen.Im Dezember schloss das Unternehmen eine nicht genannte Investitionsrunde über 500 Millionen Dollar ab, wodurch seine Marktbewertung auf 5 Milliarden Dollar stieg. Bis heute beläuft sich die Gesamtsumme der eingeworbenen Mittel auf 800 Millionen Dollar. Dies ist ein Zeichen für großes finanzielles Vertrauen in neue Akteure in einem Markt, der von Giganten wie NVIDIA dominiert wird.
Berühmte Investoren und Marktlage
Die Liste der Etched-Investoren ist ebenfalls bemerkenswert. Unter ihnen befinden sich „Säulen“ der AI-Welt wie Andrej Karpathy, Geoffrey Hinton und Fei-Fei Li sowie die Milliardäre Stanley Druckenmiller und Peter Thiel. Interessanterweise hatte das Unternehmen 2023 Schwierigkeiten, Investoren zu gewinnen, und stand sogar kurz vor dem Bankrott. Damals vertrauten Investoren universellen GPUs mehr als spezialisierten Chips.Inzwischen hat sich die Situation komplett geändert. Laut TechCrunch stehen auch andere Hersteller von AI-Chips im Zentrum großen Interesses. Beispielsweise feierte Cerebras ein erfolgreiches Börsendebüt, und Groq sammelte kürzlich 650 Millionen Dollar an Investitionen ein. Sogar Tech-Giganten wie Amazon, Google und Microsoft haben damit begonnen, eigene Chips zu entwickeln.
Dass OpenAI in Zusammenarbeit mit Broadcom seinen ersten spezialisierten Chip angekündigt hat, zeigt, wie intensiv der Wettbewerb in diesem Bereich geworden ist. Der Erfolg von Startups wie Etched deutet darauf hin, dass die AI-Infrastruktur in Zukunft noch spezialisierter und effizienter werden wird.

















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