Schiffskapitän wegen Weckens eines Eisbären mit Nebelhorn bestraft

Schiffskapitän wegen Weckens eines Eisbären mit Nebelhorn bestraft

In der Nähe des norwegischen Archipels Spitzbergen wurde ein Schiffskapitän bestraft, weil er einen sich am Ufer ausruhenden Eisbären mit einem Nebelhorn gestört hatte, zu einer Geldstrafe von über 5.200 Dollar verurteilt. Der Vorfall ereignete sich in der Region Spitzbergen, wie TRT Haber berichtete.

Berichten zufolge ertönte ein lautes Horn des Kapitäns, als das Schiff dicht am Bären vorbeifuhr. Durch den Lärm aufgeschreckt, verließ der Eisbär seinen Ruheplatz. Der Gouverneur von Svalbard, Lars Fause, wertete den Vorfall als ungerechtfertigte Störung des Tieres.

Auf Spitzbergen ist es strengstens verboten, sich Eisbären absichtlich zu nähern, sie zu verfolgen oder Handlungen vorzunehmen, die sie stören. Gemäß den 2025 in Kraft getretenen Regeln müssen Menschen einen Mindestabstand von 300 Metern zu Eisbären einhalten. Insbesondere im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. Juni ist ein Mindestabstand von 500 Metern vorgeschrieben.

Experten betonen, dass solche Auflagen nicht grundlos eingeführt wurden. Eisbären sind ein wichtiger Teil des arktischen Ökosystems, und übermäßige Störungen können ihr natürliches Verhalten beeinträchtigen. Nach Angaben des Norwegischen Polarforschungsinstituts verursacht ein ruhiges, haltendes Schiff zwar meist keinen großen Stress für den Bären, doch eine aktive Verfolgung oder Störung durch Menschen gilt als gefährlich.

Dies ist nicht der erste Fall von Bestrafung wegen der Störung von Eisbären auf Spitzbergen. Im Jahr 2024 näherten sich zwei Guides einem Eisbären und seinem Jungtier und zwangen sie, ihren Futterplatz zu verlassen, 20.000 norwegische Kronen Geldstrafe belegt.

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