1.800 Menschen verschoben einen 360-Tonnen-Burgturm von Hand

In der Stadt Hirosaki in der japanischen Präfektur Aomori haben fast 1.800 Menschen einen 360 Tonnen schweren Burgturm der Burg Hirosaki mithilfe von Seilen um 2,22 Meter verschoben.
Die Arbeiten zur Verschiebung des historischen Bauwerks fanden am 22. und 23. August statt. Die Teilnehmer wurden in Gruppen von etwa 80 Personen aufgeteilt und zogen abwechselnd an 30 Meter langen Seilen. Am ersten Tag wurde der Turm um 1,13 Meter und am zweiten Tag um weitere 1,09 Meter bewegt.
Im Jahr 2015 wurde der Turm etwa 70 Meter von seinem ursprünglichen Standort entfernt, um die darunter liegende Steinmauer zu reparieren. Die Restaurierungsarbeiten an der Steinmauer wurden 2024 abgeschlossen. Während der Reparatur wurden 2.185 Steine wieder an ihren ursprünglichen Platz gesetzt.
Der Turm wird mit einer traditionellen japanischen Methode namens „Hikiya“ verschoben. Dabei wird das Gebäude nicht abgerissen, sondern mithilfe spezieller Schienen und Rollen im Ganzen langsam verschoben. Das Projekt zur Rückführung der Burg Hirosaki an ihren ursprünglichen Standort umfasst etwa 78 Meter. Insgesamt sollen etwa 4.100 Menschen an dem symbolischen manuellen Verschiebungsprozess teilnehmen. Die restliche Strecke wird mit spezieller Technik bewältigt.

Der heutige dreistöckige Turm der Burg Hirosaki wurde 1810 wiederaufgebaut und ist einer der wenigen in Japan erhaltenen Original-Burgtürme. Die vollständigen Restaurierungsarbeiten sollen bis 2032 andauern, danach wird das Burggelände wieder für Besucher geöffnet.

















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