Maresca fängt bei City bei Null an: Wer könnte gehen?

„Manchester City“ Pep Guardiolabeschränkt sich die neue Ära nach nicht nur auf einen einfachen Trainerwechsel. Enzo Maresca hat den Spielern vom ersten Tag an strenge und gleichzeitig faire Bedingungen gestellt: bisheriger Status, Verdienste und ein Platz in der Startelf garantieren niemandem mehr etwas — alle fangen bei Null an.
Wie aus den Worten des italienischen Fachmanns hervorgeht, ist die Saisonvorbereitung nicht nur physisches Training. Sie könnte auch beeinflussen, wen City im Transferfenster behält, wer eine erneute Chance erhält und welche Positionen verstärkt werden müssen.
„Jeder Spieler steht an derselben Startlinie“
Maresca verriet die Hauptbotschaft, die er der Mannschaft an seinem ersten Tag mitgab.
„Für mich ist das ein kompletter Neustart. Jeder Spieler fängt in meinen Augen bei Null an, an exakt derselben Startlinie.“
Dieser Ansatz könnte den Konkurrenzkampf im City-Kader drastisch verschärfen.
Denn für den neuen Trainer ist es wichtiger, was ein Spieler im heutigen Training zeigt, anstatt wie viele Spiele er gestern bestritten hat oder welchen Status er im vorherigen Stab hatte.
Maresca wurde am 29. Juni als Cheftrainer von „Manchester City“ ernannt und unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Da er zuvor bereits im System von City gearbeitet hat, kennt er das Vereinsumfeld und die internen Abläufe bestens.
Das Sommertrainingslager könnte über das Schicksal einiger Spieler entscheiden
Eine von Marescas interessantesten Äußerungen betraf die Transfers.
Er betonte, dass die Saisonvorbereitung gewissermaßen den nächsten Teil des Transferfensters bestimmen wird.
Das ist ein sehr entscheidendes Signal.
Mit anderen Worten: Die Situation für einige Spieler im Kader könnte derzeit mehr bedeuten als nur „Formaufbau“. Sie müssen dem neuen Trainer beweisen, dass sie in seinen Zukunftsplänen gebraucht werden.
Auch in offiziellen Medienberichten von City wurde erwähnt, dass Maresca den Kader positiv bewertet hat, aber betonte, dass zusammen mit Sportdirektor Hugo Viana an einigen Veränderungen gearbeitet wird.
Daher könnten in den kommenden Wochen drei verschiedene Szenarien eintreten: Jemand erhält eine neue Rolle, jemand kämpft sich in die Startelf zurück, oder die Wahrscheinlichkeit steigt, dass jemand auf den Transfermarkt gesetzt wird.
Was hat Maresca taktisch verändert?
Der neue Trainer verheimlichte nicht seine Zufriedenheit über die Einstellung der Spieler.
Er erklärte, dass das Team vom ersten Tag an Bereitschaft gezeigt habe, mit dem neuen Trainerstab zu arbeiten.
Gleichzeitig wurden auch eine Reihe taktischer Veränderungen eingeleitet:
— Spielaufbau mit dem Ball;
— Laufwege ohne Ball;
— Pressing-Positionen;
— Abstände zwischen den Spielern auf dem Platz;
— taktische Aufgaben in verschiedenen Phasen.
Maresca hatte bereits auf einer früheren Pressekonferenz erwähnt, dass in seinem Fußball aggressives Agieren ohne Ball, Spielkontrolle und das Aufzwingen der eigenen Idee dem Gegner wichtig sind.
Das bedeutet, dass das Fundament aus der Ära Guardiola erhalten bleiben kann, aber die neue Version von City keine exakte Kopie jenes Teams sein wird.
„Ich brauche einen engen Draht zu den Spielern“
Maresca legt nicht nur Wert auf Formationen und Taktik.
Auch der persönliche Kontakt zu den Spielern ist ihm sehr wichtig.
„Diese 10 Tage, die wir gemeinsam verbracht haben, sind von großer Bedeutung. Ich brauche einen engen Draht zu den Spielern, das ist für die Zukunft extrem wichtig.“
Dieses Zitat veranschaulicht den Ansatz des neuen Trainers treffend.
Bevor Maresca entscheidet, wer welche Position bekommt, versucht er auch den Charakter, die Stärken des Spielers und dessen Mehrwert für das Team zu verstehen.
Die Vorbereitungstour bot hierfür eine günstige Gelegenheit. City reiste nach Asien, um in Hongkong und Seoul Testspiele gegen Inter, die K League All-Stars und Atlético Madrid zu bestreiten.
Die Weltmeisterschaft erschwerte Marescas Aufgabe
Eine weitere Herausforderung für den neuen Stab war, dass die Mannschaft die Vorbereitung nicht in voller Besetzung beginnen konnte.
Aufgrund des Sonderurlaubs für Spieler, die an der Weltmeisterschaft 2026 teilgenommen hatten, arbeitete Maresca zunächst mit einem Teil des Stammkaders und vielen Nachwuchsspielern.
Auf seiner ersten Pressekonferenz gab er an, dass die spätesten Rückkehrer von der WM erst drei bis vier Tage vor dem Community Shield zur Mannschaft stoßen würden.
Einerseits erschwert dies die Vorbereitung.
Andererseits bietet es den Jugend- und Kaderspielern eine unerwartet große Chance. Marescas Prinzip „Alle fangen bei Null an“ könnte gerade für sie die beste Nachricht sein.
Nach Pep hat bei City eine neue Ära begonnen
Diese Saison ist für Manchester City keine gewöhnliche neue Spielzeit.
Pep Guardiola hat seine zehnjährige Tätigkeit beim Verein beendet, und Maresca hat seinen Platz eingenommen. In den offiziellen Publikationen von City wird die neue Saison als nächstes Kapitel nach Guardiolas historischem Jahrzehnt beschrieben.
Deshalb hat Marescas „Reset“-Idee auch eine symbolische Bedeutung.
Er verneint keineswegs die Erfolge der vorherigen Ära. Im Gegenteil, er betont, wie wichtig die professionelle Einstellung der Menschen ist, die jahrelang in diesem System gearbeitet haben.
Aber gleichzeitig wurde eine neue Regel aufgestellt:
die Leistung von gestern garantiert keinen Platz von heute.
Der größte Kampf findet nun womöglich innerhalb des Kaders statt
Nach Marescas Aussagen ist die Situation für die City-Profis ziemlich klar.
Der neue Trainer stempelt niemanden automatisch als „Stammspieler“ oder „Ersatzspieler“ ab. Die Saisonvorbereitung, die taktische Anpassung und das Auftreten im Training spielen bei den kommenden Entscheidungen eine große Rolle.
Dies könnte die letzten Wochen des Transferfensters noch spannender machen.
Die Frage lautet nun nicht mehr nur: „Wen kauft City noch?“
Die Hauptintrige sieht anders aus: Wer erkämpft sich seinen Platz in Marescas neuem City zurück, und wer fällt aus diesem Konkurrenzkampf heraus?
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