Flugzeugabsturz in Frankreich fordert 11 Todesopfer

Flugzeugabsturz in Frankreich fordert 11 Todesopfer

In Frankreich hat sich ein weiterer schwerer Flugunfall ereignet. Alle 11 Insassen eines Leichtflugzeugs, das für Fallschirmsprünge genutzt wurde, kamen bei einem Absturz in der Gemeinde Tomblaine nahe der Stadt Nancy ums Leben. Dies berichtete der France 24 Fernsehsender.

Berichten zufolge ereignete sich die Tragödie am 28. Juni gegen 11:00 Uhr Ortszeit. Das Flugzeug Grand Nancy-Tomblaine war kurz nach dem Start vom Flugplatz abgestürzt und schlug in einem Wohngebiet in der Salvador-Allende-Straße in Tomblaine auf.

Nach ersten Erkenntnissen befanden sich insgesamt 11 Personen an Bord. Darunter waren ein erfahrener Pilot, fünf Fallschirmsprunglehrer und fünf Passagiere, die zum ersten Mal einen Fallschirmsprung wagten. Alle kamen noch an der Unfallstelle ums Leben.

Berichten zufolge waren die meisten der verstorbenen Passagiere Krankenschwestern, die in Nancy tätig waren. Sie hatten an diesem Flug teilgenommen, um an einem Fallschirmsprungtraining teilzunehmen.

Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurden sofort große Kräfte und Mittel an die Unfallstelle mobilisiert. An den Rettungsarbeiten waren 50 Feuerwehrleute, 25 Spezialfahrzeuge, Rettungsdienste und Polizeikräfte beteiligt. Das Gebiet wurde vollständig abgesperrt und die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

Der französische Innenminister Laurent Nuñez und der Verkehrsminister Philippe Tabarot besuchten den Unfallort persönlich. Ihren ersten Informationen zufolge verlor das Flugzeug wenige Minuten nach dem Start unerwartet die Kontrolle und stürzte ab.

Um die genauen Ursachen des Absturzes zu ermitteln, wurde eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Experten des französischen Büro für die Untersuchung der zivilen Luftfahrtunfälle haben mit der Untersuchung der Trümmer und technischen Gutachten begonnen.

Ersten Vermutungen zufolge könnte ein technischer Defekt am Triebwerk oder ein Ungleichgewicht der Gewichtsverteilung im Flugzeug die Ursache für den Absturz gewesen sein. Experten betonen jedoch, dass es zu früh für endgültige Schlussfolgerungen sei, bevor die Ermittlungen abgeschlossen sind.

Nach Angaben des Büro für die Untersuchung der zivilen Luftfahrtunfälle wird dieser Unfall als einer der tödlichsten in der Geschichte der zivilen Luftfahrt des Landes gewertet, sofern Militär- und kommerzielle Luftfahrt nicht mitgerechnet werden.

Sobald die Untersuchungsergebnisse veröffentlicht werden, werden weitere Informationen über die genauen Ursachen und Faktoren des Absturzes erwartet.

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