Rekordhitze in den USA: Hunderte betroffen, FIFA besorgt

Rekordhitze in den USA: Hunderte betroffen, FIFA besorgt

Die intensive Hitzewelle, die in weiten Teilen der USA beobachtet wird, hat ernsthafte Auswirkungen auf große öffentliche Veranstaltungen im Land. Aufgrund der extremen Hitze wurden mehrere Veranstaltungen zum 250. Unabhängigkeitstag der USA geändert, und auch das Schicksal einiger FIFA-Weltmeisterschaftsspiele wird diskutiert.

The Guardian berichtet, dass die internationale World Weather Attribution Forschungsgruppe die extreme Hitze in Teilen der USA und Kanadas mit einem Hochdruck-Atmosphärensystem erklärt, das als „Hitzekuppel“ bezeichnet wird. Experten zufolge führt der globale Klimawandel dazu, dass solche extremen Wetterereignisse häufiger auftreten.

Berechnungen von Wissenschaftlern zufolge wäre diese Hitze fast nie aufgetreten, wenn die durchschnittliche Atmosphärentemperatur der Erde nicht um 1,4 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau gestiegen wäre.

Theodore Kipping, Forscher am Imperial College, betont, dass das heutige US-Klima völlig anders ist als zur Zeit der Unabhängigkeitserklärung des Landes. Inzwischen wurden bei Jubiläumsveranstaltungen in Washington aufgrund der hohen Temperaturen mehrere Änderungen vorgenommen. Berichten zufolge wurden mehr als zehn Teilnehmer medizinisch versorgt, und 11 Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Die extreme Hitze könnte auch die FIFA-Weltmeisterschaftsspiele beeinflussen. Insbesondere das in Philadelphia geplante Spiel Frankreich–Paraguay soll bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit stattfinden. Der internationale Fußballspielerverband hat mitgeteilt, dass unter solchen Umständen die Möglichkeit besteht, Spiele zu verschieben oder zu verzögern.

Bei einer öffentlichen Veranstaltung in Pennsylvania benötigten mehr als 100 Personen aufgrund der Auswirkungen der Hitze medizinische Hilfe. Daraufhin wurden zusätzliche Rettungsteams und mobile Kühlstationen in die Region entsandt.

Darüber hinaus hat der große Eisenbahntransporteur des Landes Amtrak aufgrund der hohen Temperaturen ebenfalls mehr als 20 Zugverbindungen in den nordöstlichen Gebieten gestrichen und die Passagiere vor möglichen Verspätungen gewarnt.

Experten betonen, dass die Auswirkungen der globalen Erwärmung von Jahr zu Jahr stärker werden, und erinnern erneut an die dringende Notwendigkeit, schnelle Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu ergreifen.

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