12-jähriger Junge in der Region Moskau ermordet: Zwei Schülerinnen unter Verdacht

12-jähriger Junge in der Region Moskau ermordet: Zwei Schülerinnen unter Verdacht

Im Stadtbezirk Orechowo-Sujewo in der russischen Region Moskau wurde ein 12-jähriger Schüler ermordet. Zwei minderjährige Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren wurden als Tatverdächtige festgenommen. Ein Gericht ordnete später eine zweimonatige Untersuchungshaft an. Dies berichtete Meduza.

Es wurde bekannt, dass der Junge am 26. August im Dorf Kabanowo als vermisst gemeldet wurde. Nachdem seine Mutter die Polizei verständigt hatte, begannen Suchmaßnahmen, an denen sich auch Freiwillige beteiligten.

Am 27. August wurde die Leiche des Jungen im Keller eines verlassenen Gebäudes gefunden. Nach Angaben der Polizei wies der Körper Anzeichen von Gewalteinwirkung und zahlreiche Stichwunden auf. Ein Strafverfahren wegen Mordes wurde eingeleitet.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden zwei im Dorf lebende Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren als Verdächtige festgenommen. Medienberichten zufolge kannten die Mädchen das Opfer und könnten es in das verlassene Gebäude gelockt haben. Es kursieren Informationen, dass sie das Verbrechen im Voraus geplant hätten, doch diese Details wurden bisher nicht als abschließende Ermittlungsergebnisse bestätigt.

Polizeibeamte führen handschellenbewehrte Frauen durch einen Flur.

Eine weitere Theorie wird derzeit intensiv diskutiert. Demnach könnten die verdächtigen Mädchen von der populären südkoreanischen „Squid Game“ Serie beeinflusst worden sein. Auch die Mutter des Opfers gab bei der Befragung an, dass diese Version geprüft werde. Ihr zufolge hingen im Zimmer eines der Mädchen Poster mit Charakteren aus der Serie, und auf ihrer Social-Media-Seite fanden sich Videos mit Gewaltszenen aus der Serie.

Eine blonde Frau in einer schwarzen Jacke sitzt in einem Raum.

Einige Medien berichten, die Verdächtigen hätten den Mord für eine Art „Video-Challenge“ gefilmt, während andere Quellen behaupten, sie hätten ihre Handys absichtlich zu Hause gelassen. Diese widersprüchlichen Informationen wurden von offizieller Seite bisher nicht bestätigt.

Zudem gab es Berichte, dass bei den Verdächtigen eine Liste mit den Namen von etwa 50 Personen gefunden wurde. Auch diese Information ist nicht offiziell bestätigt.

Die Ermittlungen dauern an. Die Strafverfolgungsbehörden untersuchen das genaue Motiv, die Handlungen der Verdächtigen und die Umstände, die zu dem Verbrechen führten. Daher gibt es derzeit keinen Grund, die in sozialen Netzwerken und einigen Medien kursierenden Zusatztheorien als endgültige Wahrheit zu betrachten.

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